Brechtfestival 2019: Bertolt Brecht und zwei Wissenschaftler

„Dichter der Landschaft“ gegen „Asphaltliteraten“: Eine Grundsatzdebatte der Jahre um 1930

In den 1920er Jahren entwickelte sich Berlin zu einer weltweit ausstrahlenden Metropole der Moderne und zugleich zu einem „Schlachtfeld“ der Ideologien. Die Fokussierung auf Berlin führte in ebendiesen Jahren zum einen zu einer vielfachen künstlerischen Reflexion der Großstadt als Lebensraum; zum anderen zu einer intensiven Debatte über das Verhältnis von Metropole und Provinz. Die Entwicklung der modernen Großstadtliteratur und der Streit über die kulturelle Bedeutung von Groß- und Kleinstädten werden in diesem Vortrag anhand prägnanter Textbeispiele rekapituliert und erörtert.

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Bertolt Brecht wird „Städtebewohner“. Vom Baum Green bis zur Dreigroschenoper

Was ist ein Städtebewohner? Wie wird man zu einem solchen, unter welchen Bedingungen, in welcher Gesellschaft hat man sich durchzusetzen, um einer zu werden? Dies beschreibt Brecht bereits 1922 im Gedicht Morgendliche Rede an den Baum Green. Hier gerät ein kleiner, unscheinbarer Baum auf einen lichtarmen und engen Hinterhof. Der internationale Durchbruch gelang Brecht schließlich mit der Dreigroschenoper, einem Werk, in dem er genau die Gesellschaft analysierte, zu der er selbst unbedingt Zugang gewinnen wollte.

Mit Prof. Dr. Helmuth Kiesel und Prof. Dr. Prof. h.c. Jürgen Hillesheim.

Kosten: keine